Meine persönliche Frage nach dem Sinn

Wie viele andere kleine Mädchen auch, wollte ich schon als Kind unbedingt reiten lernen und ein eigenes Pony haben. Mit 10 Jahren durfte ich dann eine Freundin zu ihrer Reitstunde begleiten und kurz darauf zu meiner ersten eigenen Einzelstunde auf den Rücken eines Islandpferdes klettern. Ab diesem Zeitpunkt war die Begeisterung für das Hobby und diese tollen Tiere endgültig geweckt und es gab kein Halten mehr. Reitstunde auf Reitstunde, Reitkurs auf Reitkurs und Reiterferien auf Reiterferien folgten. Islandpferde, Großpferde, diverse Reitbeteiligungen bis zum ersten eigenen Islandwallach im Jahr 2014, der mich bis heute regelmäßig mit seinem Sturkopf vor Herausforderungen stellt.

Beruflich ging es wie vermutlich bei den meisten „kleinen Mädchen“ in eine ganz andere Richtung. Ganz klassisch – Abitur – BWL-Studium – Bürojob in der Bank… Aber irgendwas hat mir hierbei gefehlt. Lange war ich auf der Suche nach dem „Sinn meiner Arbeit“ und lange habe ich über Alternativen nachgedacht.

 

Bis ich im Gespräch mit meiner Pferdeosteopathin auf die Spur gebracht wurde. „Mach das doch auch“. „Nein“ dachte ich erst. Nochmal was Neues anfangen? Wie es dann oft so gerne kommt, hat sich der Gedanke dann aber über Nacht festgesetzt und nach einiger Recherche, Hin-und-Her-Überlegungen habe ich mich für die Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin entschieden und mich beim Deutschen Institut für Pferdeosteopathie (DIPO) zu den Physiokursen angemeldet. Und es war eine gute Entscheidung! Die Seminare haben super viel Spaß gemacht, waren sehr lehrreich und die Arbeit am Pferd hat mir endlich den gesuchten „Sinn“ gebracht!

Einem Lebewesen etwas Gutes tun, dazu beizutragen dass Schmerzen reduziert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden. Das Schönste bei der Arbeit ist für mich das direkte Feedback der Pferde, wenn sie während der Behandlung abschnauben, zu kauen beginnen und ein anfangs vor Schmerz und Unwohlsein hochgerissener Kopf langsam Richtung Boden sinkt.

 

In diesen Momenten weiß ich, dass die Entscheidung nochmal etwas Neues anzufangen richtig war!

Pferdephysiotherapie Rotter

Die Folgenden Seminare und Fortbildungen habe ich bisher auf meinem Weg besucht:

Dezember 2021

Fortbildung Dry Needling am Pferd (DIPO)

Juli bis November 2021

Fortbildung Manuelle Therapie am Pferd I - IV (DIPO)

Oktober 2020

Grundlagenseminar der Fortbildungsreihe zur Manuellen Therapie (DIPO)

Juli 2019

Theoretische und praktische Prüfung zur Pferdephysiotherapeutin (DIPO)

August 2017 bis Juli 2019

Ausbildung zur Pferdephysiotherapeutin (DIPO) mit den folgenden Inhalten:

  • Pferdephysiotherapie I – IV, inklusive Huf und Hufmechanismus sowie Sattelkunde

  • Akupressur I + II

  • Stresspunktmassage nach Jack Meagher

  • Physikalische Therapie

  • Neurologie, Leistungsdiagnostik und Trainingslehre

  • Erste Hilfe und Fütterung

  • Klassische Reitlehre

  • Zahnheilkunde

  • Ethologie

  • Faszien

  • Anamnese und Befunderhebung

  • Ursache-Folge-Ketten